Die Kreutzersonate (Kreutzersonate1920)

Die Kreutzersonate

Bild zum Stück
Lesung aus Leo N. Tolstois Novelle mit Sebastian Koch
Ein Mann begeht einen Eifersuchtsmord, weil seine Frau mit einem Geiger Beethovens „Kreutzersonate“ musiziert. Was nach Sonntagabend-Krimi klingt, wird bei Leo Tolstoi zu einer der psychologisch dichtesten Erzählungen der Weltliteratur. Die Literaturwissenschaft geht davon aus, dass Tolstoi die Anregung zu diesem Motiv erhielt, da sein Sohn Sergej etwa zur gleichen Zeit mit dem Geiger Ljasota die Kreutzersonate spielte. In einfacher Umgangssprache berichtet der Erzähler während einer Eisenbahnfahrt einem der Mitreisenden über sein Eheschicksal; seine Äußerungen über das Zusammenleben der Geschlechter, über das Weibliche im Allgemeinen und insbesondere über seine Frau, die er ermordet hat, sind von brutaler Offenheit. Da es sich um ein Verbrechen ‚aus Leidenschaft’ handelte, hatte das Gericht ihm mildernde Umstände zugesprochen …
Star-Schauspieler Sebastian Koch brillierte als Theater- und Filmschauspieler („Der Tanz mit dem Teufel“, „Eine Liebe für den Frieden“, „Die Manns“) und nicht zuletzt in einer Hauptrolle im Oscar-prämierten Film „Das Leben der Anderen“. Koch lässt die Beichte des Ich-Erzählers aus Tolstois Novelle lebendig werden. Musikalisch gerahmt wird der Abend von Musikern an Violine und Klavier, die – natürlich! – Beethovens „Kreutzersonate“ op. 47 interpretieren.

Gastspiel carpe artem

Klavier: Anna Buchberger
Violine: Erik Schumann

Termine

  • 31.01.2020
    19:30
    Stadttheater Fürth, Großes Haus
    Freier Verkauf Preise:
    € 40,-/37,-/32,-/25,-/11,-